Neuer IBP-Rechenkern: Was ist zu beachten?

Neuer IBP-Rechenkern: Was ist zu beachten?

Warum liefert der IBP-Rechenkern 4.99.797 jetzt andere Ergebnisse als zuvor?

Mit dem neuen IBP-Rechenkern wurden fachliche Anpassungen und Korrekturen umgesetzt, insbesondere im Bereich der Lüftungstechnik. Ziel ist eine realitätsnähere und normgerechte Berechnung.
Der Rechenkern prüft Eingaben nun konsistenter und bewertet Volumenströme sowie Luftaustausche strenger als in früheren Versionen.


Was bedeutet das konkret für Lüftungsanlagen?

Der neue Rechenkern legt den Fokus auf:

  • Plausible Volumenströme

  • Eindeutige Zuordnung der Luftmengen

  • Konsistenz zwischen Anlagenleistung und Zonenanforderungen

Unstimmige oder widersprüchliche Eingaben werden nicht mehr automatisch ausgeglichen, sondern wirken sich direkt auf die Berechnung aus.


Warum werden Heiz- und Kühlbedarfe jetzt deutlicher angezeigt?

In einzelnen Zonen (z. B. Hotelzimmer oder Büroräume) werden Heiz- und Kühlbedarfe nun klar ausgewiesen, sobald die Lüftungsanlage dafür verantwortlich ist.

Beispiel:
Für eine Zone ergibt sich ein hygienischer Mindestvolumenstrom von 1.200 m³/h (z. B. 0,4-facher Luftwechsel).
Dieser Volumenstrom ist gleichzeitig maßgeblich für die Heiz- und Kühlfunktion. Wird hier ein unplausibler Wert angesetzt, beeinflusst dies direkt das Ergebnis.


Welche Eingaben sind besonders kritisch?

Der neue IBP-Rechenkern achtet insbesondere auf:

  • Gezielten Luftaustausch zwischen Zonen

  • Verhältnis zwischen Zonen-Volumenstrom und Anlagen-Volumenstrom

  • Vollständige Definition aller relevanten Luftmengen

Beispielsweise sollte der Luftaustausch zwischen zwei Zonen nicht höher sein als die tatsächlich von der Anlage bereitgestellte Luftmenge.

 

Mit dem neuen IBP-Rechenkern wurden fachliche Anpassungen und Korrekturen umgesetzt, insbesondere im Bereich der Lüftungstechnik. Ziel ist eine realitätsnähere und normgerechte Berechnung.
Der Rechenkern prüft Eingaben nun konsistenter und bewertet Volumenströme sowie Luftaustausche strenger als in früheren Versionen.

Unstimmige oder widersprüchliche Eingaben werden nicht mehr automatisch ausgeglichen, sondern wirken sich direkt auf die Berechnung aus.

Mögliche Stellschrauben:

Gezielter Luftaustausch mit anderen Zonen

Die definierten Volumenströme (Abluft und Zuluft) sollten zwischen den Zonen sauber und plausibel definiert sein. Eine Plausibilität kann z.B. mit der Luftwechselrate geprüft werden. Insbesondere der Luftaustausch mit unbeheizten Zonen (Nutzungsprofil) ist zu prüfen.

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 Diese Werte werden für die Berechnung der maximalen Lüftungsverluste bei maximaler Heizleistung einer Zone herangezogen.

Volumenströme der Lüftungsanlage

Zonen mit einem Nutzungsprofil für unbeheizte Zonen besitzen keinen nutzungsbedingten Mindestaußenluftvolumenstrom. Dementsprechend gibt es kein Volumenstrom, der berechnet werden kann.

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Definierte Volumenströme einer Zone bzw. die zeit- oder nutzungsbedingte Steuerung einer Anlage haben direkten Einfluss auf die Energiebilanz.

Hilfsenergie der Ventilatoren

Die Standardwerte für die spezifische Ventilatorleistung (SFP) der Norm spiegeln nur die Leistungsparameter bei Altanlagen wider. Die berechnete Hilfsenergie der Ventilatoren wir daher i.d.R. zu hoch ausfallen.

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