Automatische Berechnung von längenbezogenen Wärmedurchgangskoeffizienten bei mehr als zwei Temperaturrandbedingungen

Automatische Berechnung von längenbezogenen Wärmedurchgangskoeffizienten bei mehr als zwei Temperaturrandbedingungen

Im folgenden Abschnitt wird die Berechnung von längenbezogenen Wärmedurchgangskoeffizienten bei mehr als zwei Temperaturrandbedingungen beschrieben. Die Berechnung erfolgt mit Hilfe eines Eingabeassistenten in 4 Schritten.

Schritt 1: Definition der Räume

Schritt 2: Definition von Raumpaaren

Schritt 3: Berechnung der Leitwertmatrix

Schritt 4: Berechnung der ψ-Werte

 

Kurzbeschreibung

Das folgende Beispiel besteht aus 4 Räumen mit unterschiedlichen Raumtemperaturen, die über das Anschlussdetail Wand/Decke miteinander gekoppelt sind.

Raum 2: Kühlraum mit -20 °C

Raum 3: beheizter Dachraum mit 0 °C

Raum 4: Aufenthaltsraum mit 20 °C

Raum 5: schwach beheizter Raum mit 10 °C

Bild Eingabebeispiel

Berechnung starten

Nachdem Sie unter Art der Berechnung die Auswahl „> 2 Temperaturrandbedingungen„ aktiviert haben, erfolgt beim Starten der Berechnung der Aufruf des Eingabeassistenten.

 

Schritt 1: Räume zuordnen

Die Zuordnung der Räume erfolgt tabellarisch. Bitte wählen Sie in der linken Raumzuordnungstabelle in der ersten Spalte nacheinander die vorhandenen Randbedingungen. Zur einfacheren Zuordnung wird in der rechten Grafik die ausgewähle Randbedingung grafisch angezeigt. In der dritten Spalte ist die zugehörige Raumnummer einzutragen.

Schritt 2: Raumpaare bilden

Bitte aktivieren Sie in der linken Tabelle „Raumpaare“. Räume, die in einer direkten Verbindung zueinander liegen, werden aktiviert. Zur einfacheren Zuordnung wird in der rechten Grafik der ausgewählte Raum grafisch angezeigt.

Schritt 3: Berechnung der Leitwertmatrix

Durch ein Klicken auf die Schaltfläche „Berechnung starten„ wird die Leitwertmatrix auf der Basis der DIN EN ISO 10211 berechnet.

Nach der Berechnung der Leitwertmatrix wird diese in die linke Tabelle angezeigt. Durch eine Auswahl der Berechnungsergebnisse in der linken Tabelle werden diese grafisch mit den zugehörigen Randbedingungen in der rechten Grafik angezeigt.

Die Einzelheiten der Berechnung wird im Berechnungsprotokoll angezeigt.

Schritt 4: Berechnung der ψ-Werte

In diesem Schritt können bis zu 4 ψ-Werte zusammengestellt und berechnet werden.

Die Zusammenstellung der L2D(i,j) für den Leitwert erfolgt über die linke obere Tabelle (1). Die Auswahl des Leitwertes erfolgt durch Klicken in die zweite Spalte (2). Danach wird der folgende Auswahldialog angezeigt.

Durch ein Klicken auf den zugehörigen Wert wird dieser übernommen und der Dialog wird geschlossen. Den Faktor in der dritten Spalte (3) können Sie jetzt eingeben. Die Spalten Delta-T und Q dienen nur der Information.

In der linken unteren Tabelle werden die zugehörigen ungestörten U-Werte zugeordnet. Durch das Klicken auf den Pfeil (5) kann der gewünschte U-Wert ausgewählt werden. Die wirksame Länge (6) und der Temperaturkorrekturfaktor (7) kann jetzt eingegeben werden.

In der rechten Grafik werden die zugehörigen Komponenten zur einfacheren Auswhal angezeigt. Die Randbedingungen mit einem Index „i“ werden in Rot (8) und die mit einem Index „j„ werden in Grau (9) dargestellt. Die zugehörigen ungestörten U-Werte werden in Rot dargestellt.